Wenn der Hund richtig dreckig ist und übel riecht, steht ein Hundebad als Fellpflege an. Wenn Besitzer Hunde baden sollten ein paar Dinge beachtet werden. Damit Ihr Hund danach sauber, gesund und glücklich ist und ihr Bad sauber bleibt, geben wir Ihnen hier ein paar Infos und Tipps, wie sie Ihren Vierbeiner am besten waschen und baden sollten.

Hunde baden: Achtung, nicht zu oft!

Fellpflege: Hunde badenGrundsätzlich gilt bei allen Hunderassen: Hunde baden nur wenn unbedingt nötig! Versuchen Sie erst den Dreck herauszubürsten und erst wenn das nicht mehr hilft, sollte man Hunde baden. Hunde haben eine sich nur sehr langsam regenerierende Hautflora, daher ist häufiges Baden oder Waschen schädlich für Ihren Hund. Zu häufiges Baden zerstört den natürlichen Fettfilm der Haut. Dieser braucht sechs Wochen um sich zu regenerieren. Konsequenz ist gereizte, schuppige und spröde Haut, oft in Verbindung mit Juckreiz. Besonders Hunde mit Kurzhaar haben eine sehr empfindliche  Hautflora.

Diese Vierbeiner sollten nur zweimal zum Fellwechsel, im Frühjahr und Herbst, gebadet werden. Nach matschigen Gassigängen kann der Dreck normal problemlos rausgebürstet werden, sobald er trocken ist. Bei langhaarigen oder kraushaarigen Hunden ist es durch die dichte und lange Fellstruktur schwieriger Matsch zu entfernen. Daher neigen Besitzer oft diese Rassen häufiger zu baden. Doch auch hier gilt: Hunde baden- nicht öfters als alle drei Monate. Welpen sollten frühestens mit 12 Wochen gebadet werden, allerdings sollte man auch bei Ihnen warten, bis es unausweichlich ist.

Verwenden Sie spezielles Hundeshampoo.

Wenn Sie Hunde baden, nie Pflegeprodukte und Shampoos für Menschen benutzen. Da Hundehaut einen anderen pH-Wert als die des Menschen hat, schädigen diese Produkte die Haut besonders stark. Das Hundeshampoo sollte auf Naturbasis sein, sowie duftneutral. Denn die Duftstoffe,  die wir als angenehm empfinden, sind  für die empfindlichen Hundenasen meist unangenehm. Die Hundeshampoos gibt es für verschiedene Felltypen, sowie Farben. Achten Sie darauf ein, auf das Fell Ihres Hundes abgestimmtes, Shampoo zu kaufen.

Hunde baden – 9 Schritte Anleitung

Kleine Hunde baden: Am besten in einer BabywanneSchritt 1: Badewanne vorbereiten

Wenn Sie Hunde baden, legen Sie eine rutschfeste Gummimatte  rein. So steht der Hund sicher und rutscht nicht. Bei kleinen Hunden reicht auch eine Babywanne. Bei sommerlichen Temperaturen können Sie das Bad nach draußen verlegen, dies erspart Putzarbeit.

Schritt 2: Badematte, Teppich und ‚Menschenhandtücher‘ weg

Da sich Ihr Hund am Ende kräftig schütteln wird, sollten sie bereits vorher alle Handtücher für Ihre eigene Verwendung, Teppiche oder Badematten zur Seite legen. So schützen Sie diese und es erleichtert das Saubermachen hinterher!

Schritt 3: Legen Sie Hunde-Handtücher bereit.

Gerade bei großen und langhaarigen Hunden benötigen Sie 3-4

Schritt 4: Wassertemperatur und Wasserdruck

Stellen sie das Wasser auf lauwarme Temperatur ein und wählen sie einen sanften Strahl.

Schritt 5: Nass machen

Fangen Sie beim abduschen mit Hals und Rücken an. Richten Sie den Strahl nicht auf den Nasen, Ohren und Augen bereich. Dieser Bereich ist sehr empfindlich. Giessen Sie lieber vorsichtig Wasser, z.B. mit einer Kanne, über den Kopf und schützen Sie dabei Ohren und Augen.

Hunde baden: gründlich einseifenSchritt 6: Einseifen

Tragen Sie das Shampoo erst auf Körper und den Beinen auf und massieren Sie es gründlich ein. Achten Sie darauf, dass kein Wasser und kein Shampoo in Augen und Ohren fließt. Bei Hunden mit langem, seidigem Haar können Sie zusätzlich einen speziellen Conditioner mit Seidenextrakten verwenden, der die Kämmbarkeit verbessert und dem Fell einen besonderen Glanz verleiht.

Schritt 7:Auswaschen

Fangen Sie beim Kopf mit dem Auswaschen an, an den empfindlichen Stellen nutzen Sie eine Kanne und waschen das Shampoo vorsichtig raus ohne es in die Augen oder Ohren zu spülen. Anschließend können Sie es am oberen Rücken anfangen auszuwaschen und sich bis zu den Beinen vorarbeiten. Waschen Sie das Shampoo sehr gründlich aus, damit keine Rückstände im Fell bleiben. Diese könnten die Haut unnötig reizen.

Schritt 8: Trocknen

Hunde baden: Hund mit dem Handtuch trocknenLassen Sie den Hund sich kräftig ausschütteln, somit bleibt weniger Wasser im Fell, das getrocknet werden muss. Kurzhaarhunde können trocken gerubbelt werden. Dies empfiehlt sich nicht für Hunde mit langem und seidigem Haar, da dies das Fell verfilzt und zudem die Fellstruktur zerstört. Bei ihnen sollte man mit dem Handtuch das Wasser im Fell langsam nach unten ausdrücken.

Im Sommer kann der Hund am besten draußen in der Sonne trocknen. Achten Sie bei Hunden mit hellem Fell darauf, dass sie sich nicht in der Sonne einen Sonnenbrand zuziehen. Im Winter empfiehlt es sich, den Hund trocken zu föhnen, ansonsten droht Erkältungsgefahr. Wenn ihr Hund Angst vor Föngeräuschen hat, lassen Sie Ihn vor der Heizung oder vor dem Kamin trocknen.

Gehen Sie erst mit dem Hund Gassi, wenn er vollständig trocken ist. Föhnen Sie nur auf mittlerer Hitze und halten Sie den Fön nicht zu nah oder zu lange auf einer Stelle, ansonsten riskieren Sie Verbrennungen. Dies gilt besonders für empfindliche Stellen wie Gesicht, Hals und Nieren. Schritt 9: Bürsten Entfernen Sie Verfilzungen vor dem Baden., im nassen Fell bekommen Sie diese nicht mehr gelöst.

Nach dem Baden sollten Sie den Hund erst bürsten oder kämmen, wenn das Fell durch und durch trocken ist Am besten warten Sie damit bis zum nächsten Tag! Mit diesen 9 Schritten haben Sie einen sauberen, gesunden und glücklichen Hund!

 

Ihre Helferlein

 

Falls Sie Probleme haben Ihren Hund in die Badewanne oder gar ins Badezimmer zu bekommen, finden Sie in diesem Video ein paar Tipps wie Sie es mit dem Klickertraining in den Griff bekommen können: